Denkhaltung und Logo

 

Mein Logo (siehe oben rechts) steht für meine Denkhaltung, die kurz als der stete Versuch, das Denken in Polaritäten oder Oppositionen (Gegensatzpaaren) zu überwinden, erklärt werden kann. Dieses Denken in Gegensatzpaaren ist für viele Kulturen ein inhärentes Prinzip, das zum Verständnis der jeweiligen Kultur unabdinglich ist. Typische Gegensatzpaare sind Rechts - Links, Männlich - Weiblich oder auch häufig umganssprachlich genutzt, "Schwarz - Weiss Malerei".

Die Entstehungsgeschichte des Logos beschreibt meinen Gedankengang, der sich hinter dem Logo verbirgt. So hatte ich mich bereits während meiner Schulausbildung und dann später auch während des Studiums immer für Philosophie, insbesondere die Moralphilosophie interessiert. Mein besonderes Interesse fand dabei der Vergleich mit der fernöstlichen Philosophie. Vom YIN-YANG Prinzip war und bin ich begeistert, da diesem Prinzip folgend, das Eine nicht ohne das Andere existieren kann folglich eine gegenseitige Komplementarität bestehen sollte. Wenn man das Yin-Yang Zeichen betrachtet, fällt auf, dass beide Pole (Schwarz und Weiss) das jeweils gegensätzliche Element aufweisen. Zusammengesetzt (komplementär) bilden sie einen Kreis, seit jeher ein Symbol für das Umfassende und das Perfekte.  

Mit Komplementarität bezeichnet man im Allgemeinen die Zusammengehörigkeit (scheinbar) widersprüchlicher, sich aber ergänzender Eigenschaften (Merkmale) eines einzigen Objekts. Komplementäre Eigenschaften gehören zusammen, sofern sie dasselbe Objekt betreffen. Sie schließen sich einander insofern aus, als sie nicht räumlich und/oder zeitlich zusammentreffen können. In der Regel handelt es sich um zwei verschiedene Eigenschaften, die sich nicht kausal aufeinander beziehen, aber gemeinsam einen Sinn ergeben. (zitiert nach http://de.wikipedia.org/wiki/Komplementarität)

Beeindruckt von diesem komplementären Interpretationsansatz, stellte sich mir die Frage, ob es in der europäischen Philosophie und Denken Vergleichbares gibt. Nach intensiven Überlegungen bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ein altgriechischer Lösungsansatz für eine mathematische Fragestellung als eine Parallelität identifiziert werden kann: 

Die Quadratur des Kreises

Die Quadratur des Kreises geht auf ein altes geometrisches Problem zurück, nämlich wie kann aus einen gegebenen Kreis ein Quadrat mit gleichem Flächeninhalt konstruiert werden. Über Jahrhunderte hinweg haben sich Mathematiker dieser Frage zugewandt und Lösungen generiert, die schliesslich in zwei wesentlichen Erkenntnissen: Die Zahl Phi und die Menge der unendlichen Zahlen. Durch die "Entschlüsselung" der Existenz unendlicher Zahlen konnte die Komplementärbeziehung  zwischen Quadrat und Kreis aufgedeckt werden. Inspiriert von der Exhaustionsmethode, die auf einer Annäherung des Kreises durch innere und  äussere Viel-Ecke basierte, entwickelte ich mit künstlerischer Freiheit mein Logo.  

Kreative Umsetzung mittels Logo:

Meine Denkhaltung kann abschließend und zusammenfassend als die

Suche nach der "Zusammengehörigkeit (scheinbar) widersprüchlicher, sich aber ergänzender Eigenschaften" 

charakterisiert werden.

In den Kategorien Bildung, Management und Philosophie werde ich mich unterschiedlichen Themen zuwenden und diese auf Komplementärbeziehungen untersuchen.

äöüßÄÖÜ