Präludium zum Thema Management

Management und Manager sind allgegenwärtige Begriffe, doch auf welchen Wurzel beruhen diese beiden Begriffe eigentlich? Eine ethymologische Erklärung läßt sich aus den alten Wörtern manège (französisch) und maeggiare (italienisch) ableiten. Mit manège (frz.) verband man die Betreuung, das Training und Reiten von Pferden. Generell beschreibend steht das alte italienische Wort maeggiare für die "Be-handlung" einer Sache, einem Gegenstand oder eines Lebenwesens. (Der weitergehende ethymologischer Ursprung beider Wörter geht zurück auf das lateinische "manus" = "die Hand").

Betrachtet man Pferdetraining und Management kollationierend, erinnert man sich an den "Pferdepflüsterer" Monty Roberts, der basierend auf dem Gedanken, daß der Mensch ein soziales Wesen (Herdentier) ist, das traditionelle Pferdetraining ("horse breaking") revolutionierte und auf die systemische Integration des Pferdes in eine "Mensch-Pferd-Herde" setzt.

Für das moderne Management bedeutet dies, man sollte sich von dem Kontroll-orientierten Managementverständnis des 20 Jahrhunderts abwenden und einem Deutero-Learning inspiriertem Managementverständnis zuwenden. Arnold fasst dies bündig zusammen, wenn schreibt: "Ich lerne, also bin ich".

Oder, wie Gregory Bateson es sagt:

"Man kann das Pferd zum Wasser führen, aber man kann es nicht zum Trinken zwingen.
Das Trinken ist seine Sache.
Aber selbst wenn das Pferd durstig ist, kann es nicht trinken, solange Sie es nicht zum Wasser führen.
Das Hinführen ist Ihre Sache."